ALSA-Code für Ethik und bewährte Praktiken

Da die Beachtung ethischer Standards bei der Ausübung sämtlicher Tätigkeiten in allen Abteilungen im Interesse der National Express Group liegt, hat die Unternehmensgruppe ein Dokument mit ihrer Betrugsbekämpfungspolitik erstellt. Diese Richtlinie beschreibt die Zuständigkeiten von Managern und Mitarbeitern im Hinblick auf die Prävention und die Entwicklung von Kontrollen zur Aufdeckung von Betrugsfällen.

Bei Diebstahl von Unternehmenseigentum, Fälschung oder Änderung von Unternehmensdokumenten und unbefugter Offenlegung vertraulicher Informationen sind eine schnelle Identifizierung und eine entsprechende Warnung über die vorgesehenen Kanäle erforderlich.

Das vorliegende Dokument enthält einerseits die Betrugsbekämpfungspolitik der National Express Group und andererseits den ALSA-Code für Ethik und bewährte Praktiken. Dieser Code wurde mit dem Ziel entwickelt, die Betrugsbekämpfungspolitik der National Express Group an die Gepflogenheiten und Praktiken des spanischen Marktes und an die geltende Gesetzgebung anzupassen; er soll Ehrlichkeit und Transparenz im Handeln all derjenigen Personen gewährleisten, die in einer Geschäftsbeziehung mit der National Express Group und insbesondere mit der Division ALSA stehen: Mitarbeiter, Aktionäre, Berater, Verkäufer, Auftragnehmer usw.

Wir sind ein Unternehmen, das öffentliche Dienstleistungen erbringt, weshalb wir nach Möglichkeit darauf achten sollten, gegenüber Kunden, Aktionären und öffentlichen Verwaltungen unser gutes Image und unseren guten Ruf zu bewahren.

Als ALSA-Mitarbeiter sind wir verpflichtet, im gesamten Unternehmen integer und verantwortungsbewusst zu handeln, ein ethisches Verhalten an den Tag zu legen und die Werte der Gruppe auch in Zukunft vorzuleben.

Die Unternehmensleitung von ALSA bekennt sich eindeutig zur Betrugsbekämpfung, denn das Ziel besteht in einem Klima der Transparenz im Management, im Schutz des Vermögens der Gruppe und in der Vermeidung wirtschaftlicher Verluste.

Mit freundlichen Grüßen

Francisco Iglesias Campos

ALSA-CEO

 

1. EINLEITUNG

Der vorliegende Code bildet die Grundlage unseres Programms für Ethik und bewährte Praktiken. Es soll uns dabei unterstützen, in unserer täglichen Arbeit immer integer zu handeln. In den wichtigsten Bereichen liefert dieser Code Orientierung, damit unsere Aktivitäten den ethischen Standards der NATIONAL EXPRESS GROUP („NEG“) sowie den geltenden Vorschriften entsprechen.

Der Zweck des Codes für Ethik und bewährte Praktiken besteht darin, diejenigen Verhaltensweisen, Handlungen oder Sachverhalte zu regulieren, die als Verstöße gegen die internen Regeln des Unternehmens und gegen die Ethikvorschriften oder -richtlinien für die unternehmerischen Tätigkeiten einzustufen sind. Darüber hinaus soll vermieden werden, dass der Ruf von ALSA in irgendeiner Form geschädigt wird.

Der ALSA-Code für Ethik legt die Grundsätze und Richtlinien für eine gute Unternehmensführung fest, deren Werte für das Handeln aller Mitarbeiter der Division ALSA maßgebend sind.

Dieser Code kann nicht sämtliche, theoretisch mögliche Sachverhalte berücksichtigen –er enthält jedoch die Grundsätze, nach denen sich alle bei ALSA tätigen Personen zu richten haben.

Daher ist es von wesentlicher Bedeutung, dass alle Mitarbeiter diesen Code kennen und seine Grundsätze bei der Erledigung ihrer Aufgaben einhalten. Dies gilt unbeschadet der jeweils geltenden Bestimmungen weiterer interner Vorschriften und insbesondere der geltenden Gesetze, die im Falle eines Konflikts oder Widerspruchs gegenüber diesem Code Vorrang haben.

2. GELTUNGSBEREICH

Dieser Code für Ethik gilt für alle Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter der Division ALSA, unabhängig von ihrem jeweiligen geografischen Tätigkeitsbereich.

Sämtliche natürlichen oder juristischen Personen, die bei der Ausübung ihrer beruflichen bzw. geschäftlichen Tätigkeiten zur NATIONAL EXPRESS GROUP („NEG“) in Beziehung treten –insbesondere externe Wirtschaftsprüfer, Berater, Lieferanten, Werbetreibende usw.– sind ebenfalls diesem Code verpflichtet.

Es genügt jedoch nicht, sich nur an den Code zu halten. Wir müssen uns auch unserer Verantwortung gegenüber anderen –unseren Gemeinschaften vor Ort, unseren Kunden, Aktionären, Lieferanten und anderen Partnern– bewusst sein. Alle Mitarbeiter stehen in der Pflicht und in der Verantwortung, sich mit dem Inhalt des Codes für Ethik vertraut zu machen.

3. GÜLTIGKEIT

Im Jahr 2010 verabschiedete ALSA seinen ersten Code für Ethik, der am 1. Dezember 2011 in Kraft trat.

Eine Aktualisierung, die am 21. Dezember 2016 verabschiedet wurde, trat in Kraft am 1. Januar 2017.

Darüber hinaus wurde im Dezember 2018 eine erneute Aktualisierung durchgeführt (das vorliegende Dokument), die im Januar 2019 in Kraft trat.

4. COMPLIANCE-AUSSCHUSS FÜR DEN CODE FUR ETHIK

Es wird der Compliance-Ausschuss für den Code für Ethik ins Leben gerufen. Er ist für die Verbreitung seines Inhalts und seine Einhaltung zuständig und hat eine Überwachungsfunktion inne.

Der Compliance-Ausschuss setzt sich aus der Rechtsberatung und den unternehmensübergreifenden Personal- und Wirtschafts- und Finanzdiensten zusammen und untersteht in Hierarchie und Funktion dem CEO von ALSA.

Der Leiter des unternehmensübergreifenden Personaldienstes ist für die Leitung und Kontrolle des Compliance-Ausschusses zuständig.

Der Compliance-Ausschuss hat folgende Funktionen und Befugnisse:

  • a) Klärung aller Fragen, die im Rahmen der Auslegung und/oder Anwendung dieses Codes auftreten können.
  • b) Erstellung von Berichten über den Grad der Einhaltung des Codes und über festgestellte Verstöße.
  • c) Bewertung möglicher Verstöße gegen den Code für Ethik.

5. ETHISCHE GRUNDSÄTZE UND GRUNDLEGENDE WERTE

Dieser Code für Ethik basiert auf den folgenden ETHISCHEN GRUNDSÄTZEN, die für sämtliche Tätigkeiten verbindlich sind:

•• Grundsatz der Rechtmäßigkeit

Die Beachtung der rechtlichen Vorschriften ist für ALSA in allen Ländern, in denen das Unternehmen vertreten ist, ein zentrales Mandat. Alle Mitarbeiter müssen die rechtlichen Vorschriften der Länder bzw. Regionen, in denen sie tätig sind, sowie die geltenden internen Richtlinien von NEG und ALSA einhalten. Die Nichteinhaltung rechtlicher Vorschriften ist unter allen Umständen zu vermeiden.

Unabhängig von den gesetzlich vorgesehenen Strafmaßnahmen muss jeder Mitarbeiter, der für einen Verstoß verantwortlich ist, auf Grund der Verletzung seiner Pflichten als Mitarbeiter mit disziplinarischen Konsequenzen rechnen.

Von den Mitarbeitern wird daher erwartet, dass sie im Umgang mit Kunden, öffentlichen Verwaltungen, Lieferanten und anderen Partnern im Interesse von ALSA handeln und sich dabei an geltende Gesetze und Vorschriften halten.

•• Grundsatz der Integrität und Professionalität

ALSA unterstützt Integrität und Professionalität als Leitbild für die Arbeitsbeziehungen im Unternehmen.

Als „Professionalität“ wird jede gewissenhafte, verantwortungsbewusste, effiziente und auf Exzellenz, Qualität und Innovation ausgerichtete Tätigkeit im Unternehmen verstanden.

Als „Integrität“ wird jede loyale, in gutem Glauben erfolgende, dem Sachverhalt angemessene und mit den Interessen der Unternehmensgruppe und/oder der Division ALSA übereinstimmende Tätigkeit im Unternehmen verstanden.

Der Ruf von ALSA als Unternehmen hängt weitgehend davon ab, wie die Gesamtheit der Mitarbeiter und jeder einzelne handelt und sich verhält. Wenn sich nur ein einzelner Mitarbeiter nicht an die gesetzlichen Vorgaben hält oder ein unangemessenes Verhalten an den Tag legt, kann dies dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen. Jeder einzelne Mitarbeiter sollte sich dafür einsetzen, dass der gute Ruf von ALSA in dem jeweiligen Land erhalten und ausgebaut wird.

Die Mitarbeiter von ALSA sind verpflichtet, unternehmerische Entscheidungen im Interesse von ALSA und nicht zu ihrem eigenen Vorteil zu treffen. Interessenkonflikte entstehen dann, wenn Mitarbeiter im Unternehmen außerhalb ihrer Zuständigkeiten aktiv werden oder wenn sie ihre eigenen Interessen verfolgen.

Die Mitarbeiter müssen daher ihren direkten Vorgesetzten über sämtliche persönliche Interessenkonflikte informieren, die im Zusammenhang mit der Erfüllung ihrer beruflichen Verpflichtungen entstehen können. So ist es den Mitarbeitern untersagt, mit Unternehmen, mit denen sie auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit bei ALSA in Beziehung stehen, Verträge abzuschließen oder persönliche Bestellungen bei diesen Unternehmen aufzugeben, wenn ihnen daraus persönliche Vorteile für den Vertrag oder die Bestellung erwachsen sollten.

Eine Geschäftsbeziehung zu oder die Beteiligung an einem Wettbewerber oder Kunden von ALSA oder die Teilnahme an zusätzlichen Aktivitäten können zu Konflikten führen, auf Grund derer Mitarbeiter daran gehindert werden, ihren Aufgaben bei ALSA nachzukommen. Daher müssen alle Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeiten mögliche Interessenkonflikte erkennen und vermeiden; sogar der Anschein von Interessenkonflikten sollte vermieden werden.

Prinzip der Objektivität, Unparteilichkeit und Transparenz bei der Beauftragung von Lieferanten

ALSA hat seine Verfahren zur Auswahl und Beauftragung von Lieferanten an den Kriterien Objektivität, Unparteilichkeit und Transparenz ausgerichtet. Dieser Grundsatz gilt stets in allen Phasen der Verhandlung oder der Erfüllung von Handelsverträgen.

Diesbezüglich verpflichtet sich ALSA, den Wettbewerb einer Vielzahl von Lieferanten von Waren und Dienstleistungen zu unterstützen; die angebotenen Eigenschaften und Bedingungen haben jederzeit dem Bedarf und den Bedingungen des Unternehmens laut Vertragsunterlagen zu entsprechen, wobei immer das günstigste Angebot geprüft wird.

Nach der Auswahl des Lieferanten erstellt bzw. prüft die Rechtsabteilung von ALSA den entsprechenden Vertrag, der die von der Rechtsberatung des Unternehmens ausgearbeitete Klausel über bewährte Verfahren enthalten muss.

Grundsatz des Respekts und der Chancengleichheit

ALSA ist davon überzeugt, dass Vielfältigkeit eine der Stärken des Unternehmens ist. Wir alle –die zu NEG gehörenden Unternehmen sowie Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten– müssen für ein offenes und integratives Arbeitsumfeld und dafür sorgen, dass sowohl unseren Mitarbeitern als auch Bewerbern auf offene Stellen gleiche Chancen eingeräumt werden. Folglich dürfen wir niemanden aufgrund seiner persönlichen Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht, Religion, ethnischer, nationaler oder sozialer Herkunft, politischer Meinung, sexueller Orientierung, Alter oder körperlicher oder geistiger Behinderung diskriminieren –in Übereinstimmung mit den in der spanischen Verfassung und in den spanischen Gesetzen sowie in den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation verankerten Grundsätzen, insbesondere in Bezug auf gleiches Entgelt und Nichtdiskriminierung.

Schutz der Menschen- und Arbeitsrechte und Bekämpfung der modernen Sklaverei

ALSA verfolgt das Ziel, seine Geschäftstätigkeit nach Maßstäben für Ethik und Integrität auszuüben und dabei stets die uneingeschränkte Achtung der Rechte seiner Mitarbeiter in Übereinstimmung mit geltenden nationalen und internationalen Vorschriften zu gewährleisten. ALSA bekundet sein Engagement und seine Verpflichtung zur Achtung der in den nationalen und internationalen Rechtsvorschriften garantierten Menschen- und Arbeitsrechte, insbesondere in Bezug auf die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation über Zwangsarbeit (Nr. 29), Vereinigungsfreiheit und Schutz des Vereinigungsrechts (Nr. 87), Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen (Nr. 98), Gleichheit des Entgelts (Nr. 100), Abschaffung der Zwangsarbeit (Nr. 105), Diskriminierung (Nr. 111), Mindestalter (Nr. 138) und über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit (Nr. 182).

Andererseits unterliegt unsere Muttergesellschaft, die National Express Group, als ein Unternehmen englischen Rechts der seit 2015 im Vereinigten Königreich geltenden Vorschrift namens Modern Slavery Act, dessen Hauptziel die Bekämpfung von Sklaverei, Menschenhandel und Zwangsarbeit ist. Als Division der National Express Group verpflichtet sich ALSA, die Einhaltung der diesbezüglichen Politik der Gruppe mit dem Ziel zu gewährleisten, dass bei der Ausübung der Geschäftstätigkeit und in der gesamten Lieferkette jede Art von Verhalten, das als eine Form der modernen Sklaverei oder des Menschenhandels bezeichnet werden kann, vermieden wird.

Alle ALSA-Mitarbeiter müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit und bei allen Verhandlungen die Richtlinien der Gruppe berücksichtigen und darauf achten, dass auch die Auftragnehmer und Lieferanten diese Richtlinien kennen und einhalten. Die Mitarbeiter sind darüber hinaus gehalten, jegliches verdächtige, im Unternehmen beobachtete Verhalten über die vorgesehenen Kanäle zu melden, insbesondere über die in Abschnitt 8 dieses Dokuments erläuterte HOTLINE.

Grundsatz der Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflicht

ALSA ist sich bewusst, wie wichtig die Einhaltung der Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflicht ist.

Daher verpflichten sich die Mitarbeiter von ALSA, die Geheimhaltungspflicht in Bezug auf alle Daten oder Informationen, auf die sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit zugreifen, einzuhalten.

Folglich sind alle Mitarbeiter gehalten, diese Daten oder Informationen ausschließlich zur Erfüllung ihrer Aufgaben verwenden; sie dürfen sie nur denjenigen Personen zur Verfügung stellen, die sie für den gleichen Zweck verwenden. Sie dürfen keinesfalls zu ihrem eigenen Nutzen oder zum Nutzen Dritter verwendet werden. Diese Geheimhaltungsverpflichtung gilt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwischen Mitarbeiter und Unternehmen.

Grundsatz der Informationssicherheit

Informationen sind ein wesentlicher Bestandteil von ALSA und bedürfen daher eines angemessenen Schutzes. ALSA ist sich bewusst, dass seine Informationsbestände ordnungsgemäß identifiziert und geschützt werden müssen, um ihre Zerstörung, Offenlegung, Änderung und unbefugte Nutzung zu vermeiden. Daher hat sich das Unternehmen verpflichtet, die für diesen Zweck erforderlichen Richtlinien, Verfahren, Kontrollen und Organisationsstrukturen für die Informationssicherheit kontinuierlich zu entwickeln, umzusetzen, aufrechtzuerhalten und zu verbessern und zu gewährleisten, dass die Vertraulichkeit der Informationen, ihre Integrität und Verfügbarkeit gewahrt bleiben. Außerdem wird garantiert, dass die Benutzer ausschließlich Zugang zu den Informationen erhalten, die sie für die Ausübung ihrer Tätigkeiten benötigen.

Daher sind alle Mitarbeiter für die Wahrung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Informationsbestände von ALSA verantwortlich und müssen die Richtlinien und Verfahren des Informationssicherheitsmanagementsystems einhalten.

Grundsatz der Gesundheit und der Sicherheit am Arbeitsplatz und des Umweltschutzes

ALSA verpflichtet sich zu einer maximalen Arbeitssicherheit und zum höchstmöglichen Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. ALSA setzt alle Programme, Trainingsmaßnahmen und internen Kontrollen ein, die für die kontinuierliche Förderung sicherer Arbeitspraktiken erforderlich sind. Hierdurch sollen sämtliche Risiken vermeiden, denen sich unsere Mitarbeiter, Kunden und Gemeinschaften vor Ort ggf. ausgesetzt sehen. In diesem Zusammenhang müssen sämtliche eingeführte Verfahren und Richtlinien zum Arbeitsschutz, insbesondere das Driving Out Harm Program, bekannt sein und beachtet werden.

Mit Hilfe der vom Unternehmen angebotenen Mittel sind alle Mitarbeiter dafür verantwortlich, dass die Arbeitsumgebung den Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen entspricht und dass sie ihre Tätigkeiten unter strikter Einhaltung der einschlägigen Normen und Richtlinien ausüben.

ALSA erkennt seine Verantwortung für Umweltschutz gegenüber der Weltgemeinschaft an und strebt daher danach, zu einem ökoeffizienten Unternehmen zu werden. Wir müssen die Ökoeffizienz in allen unseren Geschäftsaktivitäten fördern und uns um eine Reduzierung unseres CO2-Ausstoßes und unserer Auswirkungen auf die Umwelt bemühen. Darüber hinaus müssen wir in allen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit alle anwendbaren Umweltgesetze und -vorschriften einhalten, und stets bestrebt sein, die Anforderungen dieser Bestimmungen an allen unseren Standorten zu übertreffen.

ALSA verfügt über Richtlinien, Verfahren und Standards zur Prävention von Unfällen am Arbeitsplatz und zum Gesundheitsschutz, die allen Mitarbeitern zugänglich sind. Darüber hinaus enthalten alle Lieferantenverträge von ALSA verbindliche Klauseln bezüglich der Einhaltung von Rechtsvorschriften zur Verhütung von Berufsrisiken, zur Gewährleistung der Sicherheit der Arbeitnehmer bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit, zum Umweltschutz und zur effizienten Behandlung von Emissionen und Abfällen.

Die Beförderung unserer Fahrgäste sehen wir aus einer ganzheitlichen Perspektive, und ihre dauerhafte Zufriedenheit ist für uns maßgebend. Hierauf bauen wir von ALSA unsere unternehmerische Tätigkeit auf. Im Fokus stehen hierbei: Exzellenz, Sicherheit, unsere Kunden, die Menschen und die Gemeinschaft vor Ort.

Diese Prinzipien und Werte, an denen wir uns orientieren müssen, werden von allen ALSA-Geschäftsbereichen übernommen und von den jeweiligen Verantwortlichen zweckdienlich an alle Mitarbeiter des Unternehmens weitergegeben. Die Identifikation mit der neuen Vision und den neuen Werten wird für alle Geschäftsfelder zum Maßstab. Hierdurch wird die Entscheidungsfindung erleichtert und unsere Position als führender Anbieter auf dem Markt für Personenbeförderung stärken.

Grundsätze für den Umgang mit Drogen und Alkohol

Der Besitz, Vertrieb oder Konsum jeglicher Art von Drogen ist während der Arbeitszeit strengstens untersagt. Der Konsum von Alkohol während der Arbeitszeit ist ebenfalls untersagt. Alkohol kann bei Feiern, Arbeitsessen und bei weiteren bestimmten traditionellen Anlässen unter der Voraussetzung in Maßen konsumiert werden, dass die Erfüllung von Aufgaben am Arbeitsplatz nicht beeinträchtigt wird.

Audits und Kontrollen

Alle Mitarbeiter müssen uneingeschränkt an internen und externen Audits, Untersuchungen und Inspektionen des Unternehmens mitwirken. Darüber hinaus können im Rahmen der Geschäftstätigkeit Beamte oder Aufsichtsbehörden Untersuchungen oder Auskunftsersuchen veranlassen. Bei Kenntnis einer möglichen Untersuchung oder Inspektion sind unverzüglich der Vorgesetzte und die Leitung der Rechtsberatung zu benachrichtigen. Erst danach dürfen Maßnahmen ergriffen werden. Alle Mitarbeiter arbeiten hierbei uneingeschränkt mit der Unternehmensleitung zusammen; alle Informationen, die sie zur Verfügung stellen, entsprechen der Wahrheit, sind eindeutig formuliert und umfassend.

Bei Audits, Untersuchungen und Inspektionen ist Folgendes UNTERSAGT:

• Vernichtung, Veränderung oder Verbergen von Dokumenten im Vorfeld einer Anfrage oder als Reaktion auf eine Anfrage.

• Unvollständige, falsche oder irreführende Aussagen gegenüber einem unternehmensinternen Ermittler oder einem Beamten sowie der Versuch der Beeinflussung anderer Personen in diesem Sinne. Unvollständige Aussagen sind nur dann zulässig, wenn die ersuchten Informationen oder Dokumente in keinerlei Weise verfügbar sind.

• Selbstständige Durchführung von Untersuchungen –das Unternehmen stellt immer zunächst die geeigneten Mittel zur Verfügung.

6. SITUATIONEN, DIE IM WIDERSPRUCH ZUM CODE FÜR ETHIK UND BEWÄHRTE PRAKTIKEN STEHEN

Der Code befasst sich mit möglichen ethischen oder rechtlichen Problemstellungen, kann aber nicht alle möglicherweise auftretende Situationen abdecken. In schwierigen Situationen können der Code und die entsprechenden Verfahren und Richtlinien als Handlungsanweisung ausreichen; in komplexeren Situationen sind jedoch ggf. zusätzliche Leitlinien erforderlich. Es liegt in der Verantwortung eines jeden von uns, sich entsprechend beraten zu lassen.

Daher ist das Unternehmen so schnell wie möglich über die in Abschnitt 8 des vorliegenden Dokuments genannten Kanäle über sämtliche Verstöße gegen die in den nachfolgenden Abschnitten genannten Bestimmungen in Kenntnis zu setzen.

6.1 Sicherheit und Rechtmäßigkeit im Betrieb

Als sicherheits- und rechtswidrig gelten im Betrieb alle Handlungen und/oder Unterlassungen, durch die bei der Ausführung der Tätigkeiten das Interesse der NEG und/oder der Division ALSA geschmälert wird.

Das Personal der Division ALSA muss stets im Interesse der NEG handeln, die ihm zur Verfügung gestellten Mittel angemessen einsetzen und Handlungen vermeiden, die der NEG Schaden zufügen könnten.

Die Mitarbeiter haben das ihnen vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Vermögen zu schützen und zu pflegen und setzen es gemäß der ihnen übertragenen Aufgaben ein.

Die Mitarbeiter sind gehalten, bei der Durchführung ihrer Aufgaben und Erfüllung ihrer Pflichten alle geltenden Vorschriften einzuhalten. Da wir uns hauptsächlich der Erbringung öffentlicher Personenbeförderungsdienste widmen, kommt der vollständigen und strikten Einhaltung der Vorschriften für den Straßenverkehr eine besondere Bedeutung zu. Daher gelten die im folgenden beispielhaft genannten Handlungen als Verstöße gegen den Code für Ethik:

- Die zum Zweck der Änderung des normalen Fahrzeugbetriebs erfolgende Manipulation des Fahrtenschreibers oder seiner Komponenten, des Geschwindigkeitsbegrenzers oder anderer Instrumente bzw. Kontrollgeräte, die in das Fahrzeug eingebaut werden müssen.

- Fehlen des Fahrtenschreibers, des Geschwindigkeitsbegrenzers, seiner Komponenten oder anderer Instrumente bzw. Kontrollgeräte, die in das Fahrzeug eingebaut werden müssen.

- Fälschung von Tachoscheiben, Fahrerkarten oder anderen Elementen oder Kontrollgeräten, die im Fahrzeug mitgeführt werden müssen, sowie die Fälschung ihres Inhalts oder die Änderung der obligatorischen Erwähnungen auf der Tachoscheibe bzw. der Fahrerkarte.

- Kein Einführen der Tachoscheibe oder der Fahrerkarte in den Fahrtenschreiber, wenn dies erforderlich ist, in den Tachographen eingelegte Tachoscheibe ohne Angabe des Vor- und Nachnamens des Fahrers, Einlegen einer Tachoscheibe oder einer Fahrerkarte eines anderen Fahrers.

- Fehlen von Tachoscheiben für den Fahrtenschreiber, der Fahrerkarte oder gedruckter Dokumente, die im Fahrzeug mitgeführt werden müssen.

- Unterlassen der bei einem Defekt des Fahrtenschreibers handschriftlich zu erfolgenden manuellen Angaben über die Tätigkeit des Fahrers.

- Verwendung einer einzigen Tachoscheibe über mehrere Tage, so dass die mehrfach erfolgten Einträge nicht mehr lesbar sind.

- Verwendung von mehr als einer Tachoscheibe im Fahrtenschreiber an einem Tag und durch einen Fahrer; Ausnahme: das Fahrzeug wird gewechselt und die im Fahrtenschreiber des ersten Fahrzeugs verwendete Tachoscheibe ist nicht für die Verwendung im zweiten Fahrzeug zugelassen.

- Rücksichtslose Behandlung der Fahrgäste in Wort oder Tat seitens des Personals des Unternehmens.

- Verschweigen des Verlusts des Führerscheins oder einer anderen Qualifikation, die für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit erforderlich ist.

- Erscheinen am Arbeitsplatz oder Erledigung von Aufgaben unter dem Einfluss von Alkohol, Rauschmitteln oder psychotropen Substanzen.

- Fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten, durch das die körperliche Sicherheit oder Unversehrtheit der eigenen Person, anderer Menschen (Kollegen, Fahrgäste, Fußgänger, andere Fahrer bzw. andere Personen im Allgemeinen) oder des Betriebsvermögens gefährdet wird.

6.2 Korruption

Jede Handlung oder Unterlassung, die zu Korruption und/oder Bestechung führt oder führen könnte, muss dem Unternehmen unverzüglich zur Kenntnis gebracht werden.

So gelten beispielsweise folgende Handlungen als Verstoß gegen den vorliegenden Code für Ethik: Bestechung, Vorteilsgewährung sowie andere Handlungen mit ähnlichen Merkmalen, die im Strafgesetzbuch aufgeführt sind.

Angesichts der Relevanz und öffentlichen Bedeutung bestimmter Verhaltensweisen im Geschäftsumfeld in jüngster Zeit, die zu Ablehnung in der Gesellschaft und in bestimmten Fällen zur Begehung einer Rechtswidrigkeit im Sinne dieses Codes führen können, werden die Begriffe „Korruption“, „Vorteilsgewährung, „Bestechung“ und „Amtsperson“ wie folgt definiert:

Korruption

Das Anbieten oder die Übergabe einer Zuwendung oder eines Geschenks jeglicher Art an eine Behörde, einen Amtsträger oder eine an der Ausübung eines öffentlichen Amtes beteiligten Person, damit eine Handlung vorgenommen wird, die im Widerspruch zu den mit dem Amt verbundenen Aufgaben und Pflichten steht.

Vorteilsgewährung

Beeinflussung einer Amtsperson oder des Vertreters einer Behörde durch Ausnutzung einer Situation, die sich aus einer persönlichen Beziehung zu dieser Person, einer anderen Amtsperson oder zum Vertreter einer Behörde ergibt, um einen Beschluss zu erwirken, der direkt oder indirekt zu einem wirtschaftlichen Nutzen für sich selbst oder für einen Dritten führt.

Bestechung

Die direkt oder indirekt erfolgende Zusage, Unterbreitung oder Lieferung monetärer oder anderer Anreizen an eine Person, damit diese Person aktiv wird bzw. passiv bleibt und hierdurch ihre Pflichten verletzt. Ziel ist die Erlangung bzw. Aufrechterhaltung einer Transaktion oder eines unzulässigen Vorteils bei der Ausübung einer Geschäftstätigkeit.

Amtsperson

Eine Person, die in einem bestimmten Land ein Amt in der Legislative, in der Verwaltung oder der Gerichtsbarkeit innehat (einschließlich aller Regierungsstellen und -agenturen auf nationaler und lokaler Ebene) und die für dieses Amt ernannt oder gewählt wurde. Jede Person, die in einem bestimmten Land eine öffentliche Funktion ausübt, auch in öffentlichen Einrichtungen und Staatsunternehmen. Jeder Bevollmächtigte oder Vertreter einer internationalen öffentlichen Organisation. Dazu gehören auch Kandidaten für ein politisches Amt sowie Mitarbeiter oder Mitglieder politischer Parteien.

6.3 Wirtschaftskriminalität

Jede Handlung oder Unterlassung, bei der ggf. der Verdacht auf die Begehung einer Wirtschaftsstraftat nach den Bestimmungen des Strafgesetzbuches besteht, muss bei Vorliegen einer bösen Absicht dem Unternehmen unverzüglich zur Kenntnis gebracht werden.

Diesbezüglich gelten als Wirtschaftsstraftaten: Betrug, strafbare Insolvenzen, Betrug der Steuerbehörden und der Sozialversicherung, Fälschung von Zertifikaten, Unterschlagung und weitere, im Strafgesetzbuch verankerte Handlungen mit ähnlichen Merkmalen.

Angesichts der Bedeutung und Komplexität dieser Begriffsfindung steht der Compliance-Ausschuss jedem Mitarbeiter zur Seite, wenn Zweifel daran bestehen, ob eine bestimmte Handlung in die Kategorie Wirtschaftskriminalität fällt.

6.4 Unlauterer Wettbewerb

Jede Handlung oder Unterlassung, die mutmaßlich zu unlauterem Wettbewerb oder anderen in der Richtlinie beschriebenen wettbewerbsverzerrenden Praktiken führt, muss dem Unternehmen unverzüglich zur Kenntnis gebracht werden.

Nur ein fairer Wettbewerb unter einheitlichen Bedingungen ermöglicht eine freie Entfaltung der Märkte.

Alle Mitarbeiter sind an die Regeln des fairen Wettbewerbs gebunden. Mitunter lässt sich nur schwer feststellen, ob ein Fall dem Kartellrecht unterliegt, vor allem weil die Regeln von Land zu Land und von Fall zu Fall unterschiedlich sein können. Unsere Mitarbeiter dürfen weder Wettbewerbsinformationen durch Industriespionage, Bestechung, Diebstahl oder Lauschangriffe erhalten noch absichtlich falsche Informationen über Wettbewerber oder deren Produkte oder Dienstleistungen weitergeben.

6.5 Aufdeckung und Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen

Jede Handlung oder Unterlassung, die mutmaßlich zur Aufdeckung und Offenlegung von Geheimnissen (Insider-Informationen) gemäß den Angaben des Strafgesetzbuches führen kann, muss dem Unternehmen unverzüglich zur Kenntnis gebracht werden.

Alle Informationen, die sich auf ALSA beziehen und nicht öffentlich sind, gelten als Insider-Informationen. Insider-Informationen können auf Grund einer Position und den Zuständigkeiten eines Mitarbeiters oder auch unfreiwillig erworben werden und umfassen vertrauliche Informationen beispielsweise in Bezug auf: Finanzergebnisse und/oder Budgets, Dividenden, Fusionen oder Übernahmen, Veräußerungen, Auftragsvergaben oder strategische Pläne, Prozessinformationen, Änderungen im Management und in Verträgen oder Geschäftsbeziehungen.

Insider-Informationen sollten weder ohne Genehmigung veröffentlicht noch Dritten zugänglich gemacht werden. Die Veröffentlichung von Insider-Informationen ist verboten, wenn sie außerhalb des normalen Zuständigkeitsbereichs oder bei der Erfüllung anderer Aufgaben im Namen von ALSA erfolgt. Dies gilt sowohl für innerhalb von ALSA veröffentlichte als auch für außerhalb von ALSA veröffentlichte Informationen und deren Weitergabe an Journalisten, Finanzanalysten, Kunden, Berater, Familienmitglieder oder Bekannte und Freunde. Darüber hinaus müssen die Mitarbeiter stets darauf achten, dass Medien mit Insider-Informationen vor dem Zugriff durch Unbefugte geschützt werden.

6.6 Geistiges und gewerbliches Eigentum; Schäden, die durch unsachgemäßen Gebrauch von Arbeitsgeräten entstehen

Jede Handlung oder Unterlassung, die zu einem mutmaßlichen Missbrauch geistigen Eigentums, zu Schäden am Computersystem des Unternehmens usw. führen kann, muss dem Unternehmen unverzüglich zur Kenntnis gebracht werden.

Die Mitarbeiter sind verpflichtet, die Regeln der NEG und/oder ALSA für geistiges Eigentum und Nutzungsrechte in Bezug auf Lizenzen, Projekte, Programme und Computersysteme, Ausrüstung, Technologie, Know-how sowie Werke und Projekte, die von der NEG und/oder ALSA entwickelt oder erstellt wurden, zu respektieren.

Die Mitarbeiter dürfen keine Geschäftsmöglichkeiten, die für die NEG und/oder ALSA von Interesse sind, für eigene Zwecke nutzen.

Die Mitarbeiter müssen die besonderen Regeln für die Nutzung von E-Mail, Internet oder anderen ihnen zur Verfügung gestellten Medien einhalten und dürfen sie nicht unangemessen verwenden.

Die Mitarbeiter verpflichten sich, ihre Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitsverpflichtungen in Bezug auf alle Daten und Informationen einzuhalten, auf die sie im Zuge der normalen Entwicklung und Ausführung ihres Arbeitsverhältnisses Zugriff haben. Diese Verpflichtung bleibt auch nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Unternehmen bestehen.

6.7 Interessenkonflikt

Als Interessenkonflikt werden Situationen bezeichnet, in denen die Interessen von Personen, die mit der NEG in Verbindung stehen, direkt oder indirekt den Interessen der Unternehmen der Gruppe entgegenstehen oder von ihnen abweichen –sei es aus persönlichen, beruflichen, geschäftlichen oder sonstigen Gründen.

In folgenden Situationen können beispielsweise Interessenkonflikte auftreten:

- Abschluss eines Vertrags in Namen der NEG mit einem Zuliefererunternehmen, an dem ein Familienmitglied oder ein persönlicher Freund beteiligt ist oder das von diesen Personen geführt wird.

- Beschäftigung als Mitarbeiter eines Lieferanten oder Kunden von ALSA.

- Durchführung einer Geschäftstätigkeit auf eigene Rechnung, die ähnlich wie die Geschäftstätigkeit von ALSA gelagert ist.

- Persönliches oder wirtschaftliches Interesse bei einer Geschäftsbeziehung zu ALSA.

- Erhalt eines persönlichen oder wirtschaftlichen Vorteils als Ergebnis einer Vereinbarung eines Drittanbieters mit der NATIONAL EXPRESS GROUP (über die übliche Vergütung hinaus).

7. REGELN FÜR GESCHENKE – BEWIRTUNG / PARTEISPENDEN UND SPONSORING

Geschenke und Bewirtung, die von Kunden, Lieferanten und anderen Partnern angeboten oder empfangen werden, sind in der Geschäftswelt eine weit verbreitete Praxis, um gute Beziehungen zu pflegen und Anerkennung für einen professionellen Umgang zu zeigen. Aber diese Praxis sollte keine Geschäftsentscheidungen beeinflussen oder auch nur den Anschein einer Beeinflussung erwecken.

Unter keinen Umständen dürfen Geschenke in bar und/oder in Form von Geldbeträgen gemacht werden.

In diesen Situationen müssen wir uns vom gesunden Menschenverstand leiten lassen und Diskretion und Umsicht an den Tag legen.

Bei Übereichung oder Annahme von Geschenken und/oder Zeichen der Anerkennung wie z.B. Tickets für Veranstaltungen, Reisen, Unterkünfte beläuft sich der zulässige Höchstbetrag auf 150 EUR oder dem entsprechenden Gegenwert in einer anderen Währung. In allen Fällen ist die Häufigkeit solcher Geschenke / Zeichen der Anerkennung zu berücksichtigen; im Zweifelsfall sollte eine Absprache mit dem direkten Vorgesetzten, dem Compliance-Ausschuss oder der Rechtsabteilung des Unternehmens getroffen werden.

Dementsprechend sind die ALSA-Mitarbeiter verpflichtet, Informationen über Geschenke oder Bewirtungen zwischen 100 und 150 Euro mittels des zur Verfügung gestellten Formulars an die E-Mail-Adresse buzon.compliance@alsa.es zu senden. Diese Informationen betreffen sowohl Geschenke/Bewirtungen, die ALSA-Mitarbeiter erhalten, als auch solche, die Dritten im Namen des Unternehmens oder im Namen von ALSA-Mitarbeitern angeboten werden. Ausgenommen sind nur Geschenksendungen zu Weihnachten, deren Lieferung vom Unternehmen zentral organisiert wird.

ALSA nimmt keine Parteispenden vor. Als verantwortliches Mitglied der Gesellschaft leistet ALSA Geldspenden für Bildung, Kultur und Projekte von sozialem und humanitärem Interesse oder organisiert in diesem Rahmen Wohltätigkeitsveranstaltungen. Wenn für ALSA im Gegenzug zu einem Sponsoring Werbung gemacht wird, gilt dies nicht als Spende –ebenso wenig wie im Fall von Beiträgen an Arbeitgeberverbände oder der Entrichtung von Mitgliedsgebühren für Organisationen, die Geschäftsinteressen dienen. Einige Spendenarten sind grundsätzlich verboten, hierzu gehören Spenden (1) an profitorientierte Einzelpersonen und Organisationen; (2) auf Privatkonten; (3) an Organisationen, deren Ziele mit den Unternehmensgrundsätzen von ALSA nicht vereinbar sind; (4) an Organisationen, die den Ruf von ALSA schädigen könnten.

Alle Spenden müssen transparent sein. Daher müssen Identität des Empfängers und der Verwendungszweck der Spende transparent sein; die Spende muss nach den internen Vorschriften begründet, dokumentiert und genehmigt werden.

Sponsoring ist jeder Beitrag von ALSA in Form von Geld oder Sachleistungen als Gegenleistung für Werbung für die Marke ALSA auf Veranstaltungen, die von Dritten organisiert werden.

Alle Sponsorings müssen transparent sein, schriftlich begründet werden und für berechtigte Geschäftsziele eingesetzt werden. Sie müssen in einem angemessenen, nicht übermäßigen Verhältnis zu der vom Veranstalter angebotenen Gegenleistung stehen.

8. VERFAHREN FÜR DIE ÜBERMITTLUNG VON WARNMELDUNGEN. HOTLINE

ALSA setzt sich für ein Arbeitsumfeld ein, in dem alle Mitarbeiter ohne Vorbehalte über sämtliche Situationen oder Sachverhalte berichten können, die sie beschäftigen oder die für das Unternehmen von Bedeutung sind.

Jeder ALSA-Mitarbeiter, der einen begründeten Hinweis auf Verhaltensweisen, Sachverhalte oder Unterlassungen hat, die gegen diesen Code verstoßen, kann sich diesbezüglich oder bei Unklarheiten zunächst an seinen Vorgesetzten oder den Compliance-Ausschuss wenden

Möchte der Mitarbeiter sich weder an seinen Vorgesetzten noch an den Ausschuss wenden, da dies aus einem bestimmten Grund nicht angemessen oder möglich ist, kann er sich mit seiner Frage, seinem Anliegen oder seinen Hinweis an die HOTLINE wenden.

Die HOTLINE steht darüber hinaus allen weiteren Interessengruppen zur Verfügung.

ALSA hat sich dazu entschlossen, den HOTLINE-Service für Hinweise im Sinne einer höheren Vertraulichkeit auszulagern und hat daher einen externen Anbieter beauftragt, der auf diese Art von Dienstleistungen spezialisiert ist. Diese Hinweise werden in einer sicheren Umgebung von einer begrenzten Anzahl von Mitarbeitern des Dienstleisters bearbeitet, die eine entsprechende Fortbildung erhalten haben.

ALARES SOCIAL CEE S.A. (ALARES) heißt das für das HOTLINE-Angebot zuständige Unternehmen. Der Hotline können Mitarbeiter diejenigen Verhaltensweisen melden, die gegen die Bestimmungen des vorliegenden Dokuments verstoßen.

Die Inanspruchnahme der HOTLINE ist freiwillig. Es gelten folgende Nutzungsbedingungen:

Personen, die über ausreichende Beweise für Unregelmäßigkeiten oder Verstöße gegen geltendes Recht oder gegen die Regeln dieses Codes für Ethik verfügen, sind gehalten, über die HOTLINE (+34) 900.901.427 die ihnen bekannten mutmaßlichen Verstöße zu melden.

Die HOTLINE ist kostenlos und montags bis freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr erreichbar.

Alle Personen, die die HOTLINE in Anspruch nehmen, müssen sich zu erkennen geben. Anonyme Beschwerden sind in keinem Fall zulässig. Die Daten der anrufenden und der beschuldigten Person, der Sachverhalt und das Ergebnis der Untersuchungen werden im System erfasst.

ALSA wird alles dafür tun, die Identität der Person, die die HOTLlNE in Anspruch nimmt, zu schützen –im Sinne einer Lösung der Angelegenheit und im Einklang mit dem geltenden Recht. In jedem Fall wird die Identität des Anrufers vertraulich behandelt; seine Identität wird in keinem Fall der beschuldigten Partei oder Dritten offengelegt. Alle Berichte werden in Übereinstimmung mit geltendem Recht unverzüglich und genauestens untersucht.

Die Ergebnisse der Untersuchung aller im Rahmen des Systems erfassten Sachverhalte werden von ALARES an den Compliance-Ausschuss übermittelt.

Nach Erhalt eines Berichts des externen Dienstleisters führt der Compliance-Ausschuss eine erste Überprüfung und Bewertung des Berichts durch und entscheidet, an wen der Bericht sowie die entsprechende Antwort in einer angemessenen Frist zu senden ist.

Der Compliance-Ausschuss ist auch für die Überwachung aller Korrekturmaßnahmen und Disziplinarverfahren in Übereinstimmung mit den landesweit geltenden Vorschriften verantwortlich.

Sobald eine Entscheidung zur Untersuchung eines Hinweises getroffen wurde, unterrichtet der Compliance-Ausschuss die beteiligten Personen, damit sie ihre Rechte einschließlich ihres Rechts auf Verteidigung unverzüglich ausüben können. Der Compliance-Ausschuss hat jedoch das Recht, vorsorgliche Maßnahmen zu ergreifen, um z.B. die Vernichtung von Beweismitteln im Zusammenhang mit der Angelegenheit zu verhindern, bevor er die betroffene Person informiert.

Der Compliance-Ausschuss kann über den externen Anbieter mit der Person, die den Hinweis lanciert hat, in Verbindung treten. Der Compliance-Ausschuss informiert die Person, die die HOTLINE in Anspruch genommen hat, über den externen Anbieter unverzüglich über die Ergebnisse der Untersuchung. Der externe Anbieter wiederum erhält die Reaktion des Mitarbeiters auf die vom Compliance-Ausschuss übermittelten Informationen.

Wenn die Identität der anrufenden Person auf Grund der Verwendung eines falschen Namens nicht überprüft werden kann, wird die Beschwerde unverzüglich gegenstandslos.

Der unternehmensübergreifende Personaldienst entscheidet, ob auf der Grundlage des Untersuchungsergebnisses ein Disziplinarverfahren gegen die betreffende Person eingeleitet wird.

Ergibt die Untersuchung, dass die Beschwerde ungerechtfertigt oder aus unsachgemäßen Gründen, in böswilliger Absicht oder leichtfertig erfolgte, kann der Compliance-Ausschuss Disziplinarmaßnahmen gegen die Person ergreifen, die die Beschwerde eingereicht hat.

9. DISZIPLINARMAßNAHMEN. KONSEQUENZEN

Unbeschadet möglicher strafrechtlicher Konsequenzen geht die Feststellung unlauterer Praktiken und eines gemäß den geltenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen (Arbeitnehmerstatut, Tarifvertrag, gefällter Schiedsspruch usw.) sanktionierbaren Verhaltens durch den Compliance-Ausschuss mit der Einleitung des entsprechenden Disziplinarverfahrens seitens der Personalabteilung gegen die Person oder Personen einher, deren Beteiligung an den genannten Verstößen belegt ist.

Das Verfahren beginnt –falls erforderlich und in Übereinstimmung mit der entsprechenden Vorschrift– mit der Eröffnung einer entsprechenden Akte; nach der Bearbeitung folgt laut Gesetzgebung und internen Organisationskriterien gegebenenfalls die arbeitsrechtliche Sanktion. Verstöße gegen den Code für Ethik werden in keinem Fall toleriert. Handlungen oder Unterlassungen, die schwere oder sehr schwere Verstöße gegen den Code für Ethik darstellen, können als Verstöße gegen die Arbeitsbestimmungen angesehen und daher entsprechend ihrer Klassifizierung und Einordnung gemäß geltenden Tarifverträgen oder Rechtsvorschriften sanktioniert werden.

Bei Verstößen gegen den Code für Ethik können auch geltende Rechtsvorschriften verletzt werden. Dies kann daher für die Verantwortlichen zivil-, straf- oder verwaltungsrechtliche Konsequenzen beinhalten.

Die Personalabteilung respektiert in jedem Fall sämtliche rechtliche Garantien.

10. BESCHÄFTIGUNGSSCHUTZ

Das Unternehmen schätzt die Unterstützung von Mitarbeitern, die sich entscheiden, auf mögliche Unregelmäßigkeiten aufmerksam zu machen; daher werden die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz derjenigen Mitarbeiter getroffen, die in gutem Glauben mittels des internen Hinweisverfahrens (HOTLINE) Gesetzeswidrigkeiten oder Verstöße gegen den vorliegenden Code melden. Sie werden auch dann geschützt, wenn sich ihre Aussagen oder Offenlegungen als unrichtig erweisen.

ALSA toleriert keinerlei Vergeltungsmaßnahmen gegen Mitarbeiter, die in gutem Glauben auf Probleme hinweisen und/oder bei der Untersuchung möglicher Verstöße gegen den Code mitwirken. „In gutem Glauben“ bedeutet hier, dass der Hinweis ohne böse Absicht erfolgt, dass keinerlei persönliche Vorteile gesucht werden und dass gute Gründe für die Glaubhaftigkeit des Hinweises vorliegen.

11. DATENVERARBEITUNG. GEHEIMHALTUNGS- UND VERTRAULICHKEITSPFLICHT

Das Unternehmen garantiert die Einhaltung des allgemein geltenden Organgesetzes zum Schutz personenbezogener Daten (LOPD) und der Verordnung EU 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (DSGVO), insbesondere die Einhaltung der Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflicht, einschließlich geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zur Gewährleistung eines dem Risiko angemessenen Sicherheitsniveaus, damit zufällige oder unrechtmäßige Änderungen oder Verluste von Daten, eine Weitergabe oder der unautorisierte Zugang zu diesen Daten unter Berücksichtigung des Standes der Technik, der Art der gespeicherten personenbezogenen Daten und der Risiken, denen sie ausgesetzt sind, vermieden werden können –unabhängig davon, ob diese Risiken durch menschliches Einwirken oder durch die physische oder natürliche Umgebung entstehen–, und damit die in den geltenden Rechtsvorschriften über den Datenschutz vorgeschriebene Verpflichtung zur Vertraulichkeit und zum Berufsgeheimnis jederzeit beachtet wird.

Die Erhebung, Nutzung, Verarbeitung und Speicherung der personenbezogenen Daten der Kunden erfolgen unter Gewährleistung des Rechts auf Privatsphäre und der Erfüllung der geltenden Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten.

Damit die beschuldigten Personen ihre Interessen angemessen vertreten können, werden sie so schnell wie möglich über die beanstandeten Tatsachen, die Empfänger der Informationen, die für das System zuständige Abteilung und ihre Datenschutzrechte informiert.

Wenn die Sachverhalte nicht nachgewiesen werden konnten, werden die Daten spätestens zwei Monate nach Beendigung der Untersuchungen gelöscht. Im Falle einer Anklage werden die Daten so lange aufbewahrt, wie es für die Ausübung der Rechte des Unternehmens vor Gericht erforderlich ist.

Für die Ausübung des Rechts auf Zugang, Berichtigung, Löschung, eingeschränkte Verarbeitung oder des Widerspruchs sowie des Rechts auf Übertragbarkeit der Daten können Sie sich jeweils an ALSA GRUPO, S.L.U., Calle Miguel Fleta, 4, 28037, Madrid oder an die E-Mail-Adresse asesoria@alsa.es wenden; Ihr Schreiben muss eine Fotokopie Ihres gültigen Personalausweises (DNI) oder eines gleichwertigen Dokuments enthalten, das Ihre Identität bestätigt. Wenn Sie außerdem zur Auffassung gelangt sind, dass Ihre Daten nicht ordnungsgemäß verarbeitet worden sind, können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten (dpo@alsa.es) wenden oder eine Beschwerde bei der spanischen Datenschutzbehörde (Agencia Española de Protección de Datos, Calle Jorge Juan, 6, 28001 Madrid) einreichen.

12. WEITERGABE UND VERBREITUNG DES CODES FÜR ETHIK

Die Geschäftsleitung des Unternehmens wird diesen Code für Ethik an die Mitarbeiter, Manager und Geschäftsführer von ALSA weitergeben und entsprechend kommunizieren.

Der Compliance-Ausschuss für den Code für Ethik bewertet die Einhaltung des Codes für Ethik und erstellt diesbezüglich einen Jahresbericht. Dieser Bericht wird dem Verwaltungsrat vorgelegt.

13. GENEHMIGUNG, AKTUALISIERUNG UND INKRAFTTRETEN

Der Code für Ethik wurde vom ALSA-CEO im Jahr 2010 genehmigt und trat am 1. Dezember 2011 in Kraft.

Eine Aktualisierung, die am 21. Dezember 2016 verabschiedet wurde, trat in Kraft am 1. Januar 2017.

Darüber hinaus wurde im Dezember 2018 eine erneute Aktualisierung durchgeführt (das vorliegende Dokument), die am 1. Januar 2019 in Kraft trat.